Sicherungs­kasten erneuern: wann es Zeit ist

Von Vytautas Lesvinciunas, Elektromeister.

Viele Häuser in Wuppertal haben noch Verteilerkästen aus den 1970er oder 1980er Jahren, oft ohne FI-Schutzschalter. Das ist technisch überholt und kann gefährlich werden.

Woran Sie einen veralteten Sicherungs­kasten erkennen

  • Schraubsicherungen statt Leitungs­schutz­schaltern
  • kein FI-Schutzschalter
  • Sicherungen lösen regelmäßig aus oder werden warm
  • Geruch nach Verbranntem oder Verfärbungen im Kasten
  • neue Verbraucher sind geplant: Wallbox, Wärmepumpe, Induktionsherd
  • das Gebäude ist älter als 30 Jahre und der letzte Umbau unbekannt

Was ein moderner Verteiler bringt

  • FI-Schutzschalter: schützt bei Fehlerströmen vor gefährlichen Stromschlägen
  • Leitungs­schutz­schalter: genauerer Schutz vor Überlast als alte Schmelzsicherungen
  • FI/LS-Kombination: beides in einem Gerät
  • mehr Stromkreise für E-Auto, Induktionsherd oder Klimaanlage
  • Überspannungs­schutz lässt sich nachrüsten

Wovon der Preis abhängt

Entscheidend sind die Zahl der Stromkreise, der Zustand des Zähler­platzes und ob gleichzeitig eine Zuleitung für eine Wallbox gelegt wird. Nach der Besichtigung erhalten Sie einen schriftlichen Festpreis. Dabei bleibt es.

Ablauf des Austauschs

  1. Besichtigung der Bestands­anlage und Festpreisangebot.
  2. Montage: Der Tausch dauert in der Regel einen halben Arbeitstag. Der Strom wird dafür kurz abgeschaltet.
  3. Abschluss­messung nach VDE 0100 mit Messprotokoll.

Anfrage stellen: Den Preis kennen Sie, bevor die Arbeit beginnt.

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