Außen­steckdosen und Gartenlicht richtig installieren

Von Vytautas Lesvinciunas, Elektromeister.

Terrassenlicht, Steckdose für den Rasenmäher, Wegeleuchten mit Bewegungs­melder: Elektrik im Außenbereich muss Regen, Frost und Gartenarbeit aushalten. Falsch ausgeführt, wird sie zur Gefahr.

Welche Schutzarten draußen gelten

  • IP44, spritzwassergeschützt: Mindestanforderung für Außen­steckdosen und Außenleuchten
  • IP55 oder IP65, strahlwassergeschützt: für Bereiche mit Gartendusche oder direktem Regen
  • IP67 oder IP68: für Bodeneinbauleuchten und Anschlüsse im Erdreich

Muss ein Elektriker Außen­steckdosen installieren?

Ja. Nach VDE 0100-410 werden Außen­steckdosen und Außenstromkreise über einen FI-Schutzschalter mit höchstens 30 mA Auslösestrom abgesichert. Neue Leitungen und Stromkreise sind dem Elektro­fach­betrieb vorbehalten. Leuchtmittel wechseln dürfen Sie selbst.

Erdkabel im Garten

  • Verlegetiefe mindestens 60 cm, unter Wegen und Einfahrten tiefer oder mit Schutzrohr
  • Kabeltyp NYY-J, das für die Verlegung im Erdreich zugelassen ist
  • eigener Stromkreis mit eigener Sicherung im Verteiler
  • Lageplan des Kabels, damit spätere Erdarbeiten sicher bleiben

Bewegungs­melder und Smart Home

Außenleuchten lassen sich mit Bewegungs­meldern, Dämmerungsschaltern oder über Smart Home steuern, zum Beispiel mit KNX oder Homematic. Bestehende Systeme wie Apple Home oder Google Home lassen sich einbinden.

Anfrage stellen: Den Preis kennen Sie, bevor die Arbeit beginnt.

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