E-Check: wer ihn braucht und was geprüft wird

Von Vytautas Lesvinciunas, Elektromeister.

Ein E-Check ist die Prüfung der elektrischen Anlage durch einen Elektro­fach­betrieb. Hier steht, wann er sinnvoll ist, was dabei passiert und was Sie am Ende in der Hand haben.

Wann ein E-Check Pflicht oder sinnvoll ist

Für Unternehmen ist die wiederkehrende Prüfung Pflicht. Sie richtet sich nach der DGUV Vorschrift 3, früher BGV A3. Ortsfeste Anlagen in Büros werden in der Regel spätestens alle vier Jahre geprüft.

Für Privathaushalte gibt es keine allgemeine Pflicht. Sinnvoll ist der E-Check trotzdem:

  • vor dem Kauf oder Verkauf einer Immobilie
  • für Vermieter, die den Zustand der Anlage belegen wollen
  • nach Umbauten oder Erweiterungen der Elektroanlage
  • bei Warnzeichen: Sicherungen lösen häufig aus, Schalter knistern, Steckdosen werden warm

Was beim E-Check geprüft wird

  • Sicherungs­kasten mit FI- und Leitungs­schutz­schaltern
  • alle Steckdosen und Lichtschalter
  • Schutzleiter und Potential­ausgleich
  • Isolations­widerstand der Leitungen
  • Erdung

Was Sie danach in der Hand haben

Sie erhalten ein Messprotokoll. Es zeigt, welche Teile der Anlage in Ordnung sind und wo Mängel bestehen. Das Protokoll ist ein Nachweis gegenüber Versicherung, Mietern oder Käufern.

Was der E-Check kostet

Der Aufwand hängt von Größe und Alter der Anlage ab: Eine Mietwohnung ist schneller geprüft als ein Einfamilienhaus mit mehreren Unter­verteilungen. Nach einer kurzen Besichtigung erhalten Sie einen schriftlichen Festpreis.

Anfrage stellen: Den Preis kennen Sie, bevor die Arbeit beginnt.

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